Klares Poolwasser ist zur Hälfte Chemie – und zur Hälfte Technik. Der Filter fängt den Schmutz, die Pumpe bewegt das Wasser hindurch. Läuft die Pumpe zu kurz oder passt der Filtertyp nicht zur Pflege, hilft auch das beste Chlor nichts.
Kurz erklärt
Die Umwälzpumpe treibt das Wasser durch den Filter, der Filter hält Schmutzpartikel zurück. Faustregel: Das gesamte Poolwasser sollte pro Tag etwa 2-mal umgewälzt werden, bei Hitze und starker Nutzung öfter. Es gibt drei Filterarten – Sand-/Glasfilter, Kartuschenfilter und Filterbälle – mit unterschiedlichen Stärken.
Inhalt
Filter und Umwälzung – wie sie zusammenspielen
Der Filter kann nur den Schmutz entfernen, der auch bei ihm ankommt. Deshalb ist die Umwälzung – wie oft das komplette Wasservolumen pro Tag durch den Filter läuft – genauso wichtig wie der Filter selbst. Steht die Pumpe zu viele Stunden still, setzen sich Schwebstoffe ab, Algen finden Ruhe und die Chlorverteilung wird ungleichmäßig.
Die drei Filtertypen im Vergleich
Jeder Filtertyp filtert unterschiedlich fein und wird anders gepflegt:
| Filtertyp | Feinheit | Pflege |
|---|---|---|
| Sand-/Glasfilter | ca. 20–40 µm (Glas feiner) | Rückspülen; Glas hält länger |
| Kartuschenfilter | ca. 10–20 µm | Kartusche ausspülen/tauschen |
| Filterbälle | fein, geringes Gewicht | waschbar, sparsam im Wasserverbrauch |
Für kleine Aufstellpools sind Kartuschen und Filterbälle üblich, für größere Becken meist Sand- oder Glasfilter mit Rückspülfunktion.
Wie lange muss die Pumpe laufen?
Als Richtwert teilst du dein Poolvolumen durch die Pumpenleistung und verdoppelst das Ergebnis. Beispiel: 20 m³ Pool, Pumpe mit 5 m³/h → 20 ÷ 5 = 4 Stunden für eine Umwälzung, also rund 8 Stunden pro Tag für zwei Umwälzungen. An heißen Tagen, nach einer Poolparty oder bei einer Stoßchlorung entsprechend länger. Am besten auf mehrere Intervalle über den Tag verteilen.
Flockung: nur mit dem richtigen Filter
Feinste Trübungen sind so klein, dass sie durch den Filter rutschen. Ein Flockmittel bündelt sie zu größeren Flocken, die der Filter dann fängt – aber nur bei Sand- und Glasfiltern. In einem Kartuschenfilter verklebt Flockmittel das Material und darf dort nicht eingesetzt werden. Für Sandfilter eignen sich Flockungskartuschen, die du einfach in den Skimmer legst.
Passend bei Sand-/Glasfilter

Flockungskartuschen
Einfach in den Skimmer legen – bündelt feinste Trübstoffe, die der Sandfilter dann herausfiltert. Nicht für Kartuschenfilter.
13,90 €
In den WarenkorbHäufige Fragen zu Poolfilter und Umwälzung
Wie lange sollte die Poolpumpe täglich laufen?
Welcher Filtertyp ist der beste?
Darf ich bei einem Kartuschenfilter Flockmittel verwenden?
Muss die Pumpe nachts laufen?
Was bringen Filterbälle gegenüber Sand?
Fazit
Technik und Chemie gehören zusammen: Wälze das Wasser mindestens zweimal täglich um und wähle den Filtertyp passend zu Pool und Pflege. Merke dir die Flock-Regel – Flockmittel nur bei Sand- und Glasfiltern, nie im Kartuschenfilter. Dann arbeitet dein Filter effizient und das Wasser bleibt klar.















































