Ein hochwertiges Vlies allein reicht nicht – entscheidend ist auch die richtige Verlegung. Gartenberater Stefan Weber hat in 15 Jahren Praxis beobachtet, dass selbst gutes Material seine Wirkung verliert, wenn beim Verlegen grundlegende Fehler passieren. Diese 4 Schritte machen den Unterschied.
Schritt 1: Fläche vorbereiten
Entfernen Sie vorhandenes Unkraut vollständig – Wurzeln eingeschlossen. Hartnäckige Tiefwurzler wie Giersch oder Brennnessel müssen vollständig ausgegraben werden, nicht nur abgeschnitten. Bereits vorhandene Wurzelreste unter dem Vlies können sich weiter ausbreiten und das Material von unten durchdrücken. Eine sauber vorbereitete Fläche ist die Grundlage für dauerhaften Erfolg.
Schritt 2: Vlies korrekt auslegen und überlappen
Legen Sie das Vlies großzügig aus und planen Sie an Überlappungsstellen mindestens 20 cm Überdeckung ein. Lücken zwischen zwei Vliesbahnen sind die häufigste Ursache dafür, dass Unkraut trotz Vlies durchkommt. An Rändern und Kanten das Material mindestens 10 cm in den Boden oder unter die Beetkante führen.
Schritt 3: Sicher fixieren
Fixieren Sie das Vlies mit ausreichend Erdankern oder Vliesklammern – mindestens alle 50 cm, an Überlappungen noch dichter. Ein nicht fixiertes Vlies verschiebt sich beim ersten stärkeren Wind oder Regenfall, Falten entstehen, und Unkraut findet sofort die ungeschützten Stellen.
Schritt 4: Abdeckung wählen
Bedecken Sie das Vlies mit Rindenmulch, Kies oder Splitt – niemals mit Erde. Eine Erdabdeckung bringt neue Unkrautsamen mit sich, die auf der Oberfläche keimen und wurzeln, ohne das Vlies zu benötigen. Kies oder Splitt hingegen lässt kein Keimbett entstehen und schützt das Vlies zusätzlich vor UV-Belastung.
Diese 4 Schritte entscheiden darüber, ob Ihr Vlies 4 Wochen hält – oder 4 Jahre.