Im Hochsommer stellt sich die Frage fast jedes Jahr: Der Rasen sieht müde aus, also schnell nachdüngen? Bei praller Sonne und trockenem Boden ist genau das der häufigste Fehler. Hier bekommst du die klare Regel, wann Düngen im Sommer sinnvoll ist – und wann es dem Rasen schadet.
Kurz gesagt: Wann düngen – und wann nicht
Die Faustregel ist einfach: Unter 25 °C, bei ausreichend Bodenfeuchte und an einem bewölkten Tag oder abends darfst du düngen. Über 26 bis 28 °C und bei trockenem Boden lässt du es. Der Grund liegt weniger an der Temperatur selbst als am Wasser: Ein gestresster, trockener Rasen kann die Nährsalze nicht aufnehmen – sie bleiben konzentriert an den Halmen liegen.
Warum Düngen bei Hitze den Rasen verbrennt
Rasendünger besteht zu großen Teilen aus Nährsalzen. Salz zieht Wasser an. Ist der Boden ohnehin schon trocken, entzieht der Dünger den Wurzeln und Halmen zusätzlich Feuchtigkeit – die typischen gelben bis braunen Verbrennungsstreifen entstehen genau dort, wo das Streubild dichter war. Kommt dann noch pralle Sonne dazu, verstärkt sich der Effekt. Deshalb gilt: erst Wasser, dann Nährstoffe.
So düngst du im Sommer richtig
Wenn dein Rasen im Sommer Nährstoffe braucht, gehst du so vor:
- Zeitpunkt: bewölkter Tag oder früher Abend, möglichst unter 25 °C.
- Vorher wässern: Der Boden sollte feucht sein, nicht staubtrocken.
- Nach dem Streuen wässern: etwa 10 bis 15 Liter pro Quadratmeter, damit sich die Körner lösen.
- Menge einhalten: Lieber die angegebene Dosierung als eine Extraportion – mehr hilft nicht, sondern verbrennt.
- Langzeitdünger wählen: Er gibt die Nährstoffe langsam ab und überversorgt den Rasen nicht.

Langzeitwirkung für einen gesunden, kräftigen Rasen – gibt die Nährstoffe gleichmäßig ab, statt den Rasen bei Hitze zu überfordern.
Schon gedüngt – und jetzt kommt Hitze?
Kein Grund zur Panik, aber jetzt zählt schnelles Handeln: Wässere sofort gründlich und in den Folgetagen jeweils morgens, damit sich die Nährstoffe in den Boden einwaschen und nicht auf den Halmen verbrennen. Mähe in dieser Phase nicht und betritt den Rasen möglichst wenig. Zeigt sich der Rasen danach an einzelnen Stellen gelb, hilft weiter Geduld und Wasser – mehr dazu im Ratgeber Rasen vertrocknet & gelb – Erste Hilfe bei Hitze.
Passend dazu: Rasen bewässern im Sommer und Rasen mähen bei Hitze – so bringst du deinen Rasen komplett durch die heißen Wochen.
Häufige Fragen
Darf man den Rasen bei Hitze düngen?
Bei akuter Hitze über etwa 26 bis 28 °C und trockenem Boden solltest du nicht düngen. Der Dünger entzieht den gestressten Gräsern zusätzlich Wasser und kann sie verbrennen. Warte eine kühlere, bewölkte Phase ab.
Ab welcher Temperatur sollte man Rasen nicht mehr düngen?
Als Faustregel gilt: Ab rund 26 bis 28 °C und bei anhaltender Trockenheit ist Düngen tabu. Ideal sind Temperaturen unter 25 °C, ein bewölkter Tag oder die Abendstunden.
Muss ich nach dem Düngen wässern?
Ja. Wässere nach dem Streuen gründlich mit etwa 10 bis 15 Litern pro Quadratmeter, damit sich die Nährstoffe lösen und nicht auf den Halmen liegen bleiben. Ohne Wässern drohen Verbrennungen.
Welcher Rasendünger eignet sich für den Sommer?
Ein Langzeit- oder Sommerdünger mit ausgewogenem Nährstoffprofil ist ideal, weil er die Nährstoffe langsam abgibt und den Rasen nicht überversorgt. Der TerraUno Rasendünger Sommer und Frühling ist dafür ausgelegt.
Was tun, wenn ich schon gedüngt habe und eine Hitzewelle kommt?
Wässere sofort und in den Folgetagen morgens gründlich, damit sich die Nährstoffe im Boden verteilen und nicht auf den Blättern verbrennen. Mähe in dieser Zeit nicht und betrete den Rasen möglichst wenig.















































